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Jan 29

Star Trek Monat – Abseits der Serien: Die Bücher

Im Februar beschäftigen wir uns mit dem Thema Star Trek. Und wie jedem Star Trek Fan sicher klar ist, lässt unser Hangout Format nur eine sehr begrenzte Auseinandersetzung mit dem Thema zu. Wir werden uns auf einige gewisse Highlights konzentrieren und versuchen, zumindest alle 5 Serien ein wenig abzudecken.

Der Reboot bleibt dieses Mal außen vor – zu Into Darkness haben wir letzen Sommer bereits einen Hangout gehabt, den ihr auf unserem Youtube Kanal findet. Und weil auch der Rest des Star Trek Universums noch enorm umfangreich ist, heute mal ein Blogartikel über einen Nebenschauplatz in Star Trek, der häufig unter den Tisch fällt: Die Bücher.

Gerade wenn man sich im Star Trek Buchuniversum nicht so auskennt wird man gerne von der schieren Masse an Veröffentlichungen erschlagen. Nach meiner letzten Zählung existieren momentan etwas über 520 Bücher, die auf diverse Serien aufgeteilt sind. (Plus etwa 10 Neuveröffentlichungen pro Jahr – im Schnitt.)

Und nun oute ich mich mal als unglaublicher Star Trek Nerd – mit Ausnahme der, die in den letzten Monaten erschienend sind habe ich sie alle gelesen. Einige sind durchschnittlich, das ein oder andere war grottenschlecht und einige sind absolute Juwelen, sowohl für das Star Trek Universum als auch für die generelle SciFi Literatur. Ein paar von den Büchern, die besonders herausstachen werde ich kurz vorstellen. Sie könnten für den ein oder anderen ein schöner Einstieg in die Star Trek Buchreihe sein.

 

Generell muss man zwischen verschiedenen Kategorien unterscheiden. Es gibt sogenannte „novelisations“ – Bücher, die eine oder mehrere Star Trek TV Folgen (oder Filme) nacherzählen. Das gibt es eigenständige Romane und schließlich ganze Reihen basierend, ergänzend oder erweiternd zu den TV Serien. Und zu letzt gibt es eigenständige Buchreihen im Star Trek Universum die mit den einzelnen Seriencrews nichts mehr zu tun haben. Für die, die es interessiert, hier mal eine Liste der Veröffentlichungen.

Meine persönlichen Favoriten (ohne Rangfolge):

 

The enemy, my ally von Diane Duane

Das war, glaube ich, mein erster TOS Roman und im Nachhinein bin ich froh darüber, denn besser kann man gar nicht in die TOS Buchwelt einsteigen. Eine fantastische Geschichte über einen romulanischen Captain, die von Gewissenbissen über medizinische Forschung getrieben eine Allianz mit der Föderation sucht. Ein nicht kleiner Teil des Buches ist aus ihrer Perspektive geschrieben und ihr ständiger Kampf zwischen Moral und Loyalität ist als Haupthtema schön umgesetzt. Diane Duane hat eine ganze Reihe an Büchern über die Romulaner geschrieben und dem Volk damit eine Tiefe gegeben, die ihnen im Fernsehen leider verwehrt wurde.

 

The Captain’s Daughter – Peter David

Peter David ist eienr meiner liebsten Star Trek autoren, über seinen Namen wird man in dieser Liste öfter stolpern. The Captain’s Daughter ist all das, was man sich von einem Captain Sulu Spin-Off wünschen kann. Sulus Tochter kommt auf mysteriöse Art und Weise ums Leben und er macht sich daran, herauszufinden, was wirklich geschehen ist.

 

A stich in time – Andew Robinson

Der Name Andrew Robinson sollte DS9 Fans etwas sagen. 7 Jahre spielte er Garak. Und als DS9 beendet war lies er den Charakter in diesem Buch weiterleben. A stich in time legt die Grundlagen für die DS9 Staffel8. in Buchform, steht aber völlig eigenständig da. Es setzt fast direkt nach dem Ende der Serie an und führt die etwas dunklere Stimmung von DS9 fort. Wer Intrigen und die eher nicht so helle Seite des Star Trek Universums mag kommt hier auf seine Kosten.

 

Imzadi – Peter David

Wahrscheinlich DAS buch von Peter David. Eine TNG  Zeitreisegeschichte über Deanna und Riker, ihre gemeinsame Vergangenheit und die ferne Zukunft. Mit einer Menge moralischem Dilemma und so einer gut ausgearbeiteten Hintergrundgeschichte, dass das Buch kurzerhand von den Powers that Be zum offiziellen Riker/Deanna Canon erklärt wurde. Allein die Tatsache, dass die Beiden sich auf einer bezazoidischen Hochzeit kennenlernen sollte als Anreiz genug sein, um dieses Buch zu lesen.

 

Mosaic – Jeri Taylor

Was Imzadi für Riker und Deanna ist, ist Mosaic für Captain Janeway. Jeri Taylor hat die offizielle Lebensgeschichte des Voyager Captains in ein wunderbares Buch verpackt. Detailreich, und zum größten Teil mehr in Character, als die Drehbuchautoren von Voyager Janeway in den meisten Fällen gelassen haben. All das, was man gerne in der Serie gehabt hätte…

 

Masks – John Vornholt

Eines der ersten TNG Bücher. Und von der Story und dem Weltenaufbau her eines der Besten. Ein Buch, das ich auch nicht-Star-Trek-Fans ans Herz legen würde. Die TNG Crew muss sich auf einem Planeten einfügen, auf dem die gesammte Bevölkerung Masken trägt. Aber nicht irgendwelche Masken natürlich. Jede Maske symbolisiert Status, Funktion und Aufgaben. Es folge eine Interessante Studie über Gesellschaftsrollen, Individualität und Systemabhängigkeit.

 

Possession – J.M.Dillard

Ein weiterer TNG Roman mit Fokus auf Worf und Deanna, sowie einem awesome weiblichen Nebencharakter und einer der interessantesten Krankheiten in Star Trek. Eine alte, vulkanische Krankheit bricht aus, die Leute gewalttätig werden lässt und eine schlaue Übertragungsweise entwickelt hat. Nur einige wenige Crewmitglieder sind immun und das aus äußerst unterschiedlichen Gründen. Gleichzeitig erfährt man mehr über einen der spannendsten Aspekte der Vulkanier – ihre Zeit vor Surak. Einer der absolut packendsten TNG Romane.

 

Q² (Q-Squared) – Peter David

Peter David sagte mal über das Buch, es sei seine ultimativer Herrausforderung an den Leser, mit seiner Fantasie mithalten zu können. Das wohl abitionierteste Buch in Bezug auf Zeitreisen, gleichzeitig verlaufende Plots und komplexe Charackterentwicklungen. Das Buch springt die meiste Zeit zwischen 3 Paralelluniversen hin und her. Das uns bekannte TNG Universum, das düstere, sich im Krieg mit den Klingonen befindende Universum aus der Folge „Yesterday’s Enterprise“ und einem dritten Universum in dem Jack Crusher bei dem Stargazer Zwischenfall nicht ums Leben gekommen ist. Zwei Drittel lang baut Peter David diese Universen auf und lässt einen mit jeder Version mitfiebern – um dann die Wände dazwischen einzureißen. Natürlich mit einer gehörigen Portion Q. Mein persönlicher Favorit und m.E. das beste Buch der TNG Reihe.

 

Q-in-law und I,Q! – Peter David mit John DeLancie

Zum Inhalt beider Bücher lässt sich schwer etwas sagen, ohne zu viel zu verraten. Aber wenn es jemanden gibt, der das Wesen von Q perfekt auf dem Papier umsetzen kann, dann ist das Peter David. Q-in-law hat zusätzlich noch Deannas Mutter im Angebot und ich habe selten so viele Tränen gelacht wie in dem Buch. I,Q hingegen ist in direkter Zusammenarbeit mit John DeLancie entstanden und komplett aus der Perspektive von Q selbst geschrieben. Humor der Extraklasse

 

Zu guter Letzt:

Fallen Heroes – Dafydd ab Hugh

Einder der ersten und immer noch einer der besten DS9 Romane. Odo und Quark werden 3 Tage in die Zukunft transportiert und finden sich auf einem DS9 wieder, dass eher einem Massengrab als einer Raumstation ähnelt. Sie gegenseitig beinahe an die Kehle gehend müssen sie rausfinden was passiert ist. Das Buch schwankt zwischen unglaublicher Komik durch die beiden Protagonisten und einer verzwifelten Horrorstory die einem die Nackenhaare aufstellt.

 

Zu erwähnen wäre auf jedenfall noch die „New Frontier“ Reihe. Eine eigenständige Buchreihe mit einem neuen Schiff, einer neuen Crew und guten Stories. Ebenfalls gibt es sowohl zu DS9 (hierfür habe ich eine Liste gefunden) als auch zu TNG (beginnend mit dem Buch „Death in Winter“ von Michael Jan Friedman)eine direkte Fortsetzung der Serie in Buchform. Beide führen die Serienentwicklungen konsequent weiter und bleiben dem Ursprungsmaterial treu mit einem Unterschied: Auf dem Papier hat mein mehr Möglichkeiten. Und diese werden gut genutzt. Ebenfalls gibt es mit Star Trek: Titan einen Riker Spin-Off.

Und für Fans von Serien-Übergreifenden Reihen würde ich „Invasion“ empfehlen. 4 Bücher (TOS/TNG/DS9/VOY) – eine übergreifende Story in der das Thema aufgegriffen wird, dass alle Kulturen im Weltraum eine Gemeinsamkeit haben: Angst. Vor einer gab bestimmten Sache. Und das diese gemeinsame Angst wahrscheinlich kein Zufall ist.

 

So viel erst mal zu diesem Thema. Wenn jemand weitere, persönliche Favoriten hat: Immer her damit! Schreibt sie in die Kommentare.

3 Kommentare

  1. Ellie

    Da sind durchaus 2-3 Bücher dabei, die recht interessant klingen. Danke für die Empfehlungen.

    Eine Frage zu „A Stitch in Time“: Wenn man Garak sehr gerne mag, aber für DS9 ansonsten nichts übrig hat, funktioniert es dann trotzdem noch? Ich kann mich an die Serie selbst kaum noch erinnern; mein Wissen bezüglich Garak ist aber noch recht solide.

    „Imzadi“ würde ich übrigens nichtmal lesen, wenn man mir eine Pistole an den Kopf hält (okay, dann vielleicht doch). Die ganze Riker/Troi-Geschichte gehört für mich mit zum Schlimmsten, was Star Trek verbrochen hat. Aber hey, Geschmackssache.

    Persönlich gefiel mir von der Handvoll an Trek-Büchern, die ich gelesen habe, „Immortal Coil“ von Jeffrey Lang recht gut. Der Autor verknüpft geschickt Elemente aus TOS und TNG, man sollte also mit beiden Serien vertraut sein. Das Thema AI steht im Mittelpunkt, wofür ich schon immer eine besondere Schwäche hatte. Und an allem ist R2-D2 schuld. :op

    1. Anna

      „A stitch in time“ sollte auch so funktionieren denke ich. Die hälfte der DS9 charaktere ist durch das Ende der Serie eh weg nd das Buch folgt speziell Garak nachdem er die Station verlassen hat.

      @Imzadi Ich glaube, hätte ich dieses Buch nicht gelesen wäre mir ihre Beziehung in der Serie auf die Nerven gegangen. Durch die Hintergrundstory passte das aber irgendwie für mich.

      Immortal Coil mochte ich auch. Ich glaube, ich könnte noch viel mehr Bücher auflisten die mir gefallen haben… Es sind einfach enorm viele.

      1. Ellie

        @A Stitch in Time: Prima. Dann werde ich es gleich mal auf meine Leseliste setzen. Garak ist, wie etwa auch Shran in ENT und einige andere, ein Charakter, über den ich schon lange mehr erfahren wollte.

        @Imzadi: Ich habe generell für Romanzen nicht allzu viel übrig, und Star Trek ist da für mich totales Brachland. Das einzige Pärchen, das ich wirklich mag, sind Tom und B’Elanna. Und selbst da würde ich nicht wirklich ein Buch drüber lesen wollen.

        Wenn dir noch ein paar besonders empfehlenswerte Bücher einfallen sollten, dann würde ich mich über eine PM in der GH freuen. Du mußt auch nicht groß was dazu sagen; ich schaue für Details einfach bei Goodreads nach und würde mich ansonsten melden, wenn ich noch eine Frage habe. Oh, und ich bin übrigens Patty.

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